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 5. März 1945
Bombardierung
der Chemnitzer Innenstadt

Chemnitz
Fakten
Fotos
Kommentar


Schicksale

Der Lynchmord an einem kanadischen Flieger



Vergangenheit erinnern - Gegenwart gestalten
AG Chemnitzer Friedenstag. Motive der Gründung und Arbeit
„Hört ihr die Motoren singen - Ran an den Feind!
Hört ihr’s in den Ohren klingen - Ran an den Feind!
Bomben! Bomben! Bomben auf Engeland!“
So tönte es 1940 aus Millionen Volksempfängern und nicht wenige summten mit. Das Großdeutsche Reich befand sich auf dem Siegeszug. Polen / Frankreich im „Blitzfeldzug“ besiegt. Die Beneluxstaaten überrollt. Norwegen / Dänemark besetzt. Böhmen und Mähren eingedeutscht. Italien und Spanien faschistisch regiert. England war nur noch eine Frage der Zeit ...

Hindenburg hatte am 30.Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler berufen. Mit Unterstützung einflussreicher Persönlichkeiten der Industrie, gewann Hitler schnell die Gunst der Massen. Politische Gegner wie SPD und KPD wurden verfolgt und in Konzentrationslagern isoliert.
 
Ein immenses Rüstungsaufbauprogramm schaffte Arbeit, Wohlstand und Zufriedenheit bei der Mehrheit der „Volksgenossen“. Der von der „Vorsehung“ bestimmte Führer der Deutschen Nation wurde als Messias gekürt. Der Volksempfänger war das erschwingliche Radio für alle. „Kraft durch Freude“ wirkte mit preiswerten Urlaubsprogrammen und Urlauberschiffen. Der Volkswagen war angekündigt. Nach und nach und immer intensiver wurde "der Jude" als Hauptfeind der Deutschen Nation propagiert. Die Mehrheit der Deutschen nahm das mit wenig hörbarem Widerspruch zur Kenntnis. – 1938 brannten die Synagogen! In dieser Stimmungslage war Chemnitz keine Ausnahme.

1. September 1939. Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die logische Konsequenz der Theorie vom „Volk ohne Raum“ und der Führungsrolle der „arischen Rasse“ in Europa. Solange der Siegeszug des deutschen Militärs anhielt, hatten die Kriegsgegner, hatte der Widerstand wenig Chance auf Gehör. Erst mit der Zunahme der Todesmeldungen „Starb den Heldentod für Führer und Vaterland“, der Verknappung der Lebensmittel und dem Verlust der Lufthoheit über Deutschland mehrte sich Sorge und Angst.
Der antifaschistische Widerstand nahm zu. Der Naziterror reagierte mit Todesurteilen (Geschwister Scholl. Dietrich Bonhoeffer. Die Gruppe um Stauffenberg.)

Noch einmal peitschte am 18. Februar 1943 der Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels bestellte Jubler zum letzten Aufgebot: "Wollt ihr den totalen Krieg?"
Es setzte Nachdenken und Erkenntnis ein – und unaufhaltsam kehrte der Krieg in sein Ausgangsland zurück: Deutsche Großstädte versanken im Bombenhagel der Alliierten.


Am 5. März 1945 wurde die Chemnitzer Innenstadt fast vollständig zerstört. Tausende wurden obdachlos. Über 2100 Chemnitzer starben. Leid und Not kam über die Menschen. Zu den Opfern gehörten auch viele Zwangsarbeiter, wie auch Personen, denen dieser Bombenhagel das Ende von Unterdrückung und Vernichtung näher brachte.


Um am 5. März nicht nur der Toten zu gedenken, sondern ihn auch verstärkt zu einer Haltung NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER BRAUNE IDEOLOGIE! zu öffnen, gründete sich die AG Chemnitzer Friedenstag. Von Beginn an wurden alle Veranstaltungen mit nachdrücklichem Hinweis auf die Ursache des Bombenangriffes durchgeführt. Daran werden wir auch in Zukunft festhalten. Zur Trauer um die Toten des 5.März in Chemnitz gehört das Wissen und die Trauer um alle Opfer des verbrecherischen Regimes, welches 1933 das „Tausendjährige Dritte Reich“ verkündet hatte.

Deshalb: Vergangenheit erinnern – Gegenwart gestalten




  
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